FOS Agrar Rendsburg zu Besuch bei GP Joule

von Harm Stuck


Im Rahnen ihres Physikunterrichtes besuchte die FOS Agrar das Unternehmen GP Joule in den Reußenkögen (Nordfriesland). Die beiden Buchstaben GP stehen für die Gründer des Unternehmens Heinrich Gärtner und Ove Petersen. GP Joule hat das Ziel, in Zukunft 100 % des weltweiten Energieverbrauchs erneuerbar zu produzieren.

Um die Möglichkeiten und die Nutzung von erneuerbaren Energien und ihrer Speicherung weiter voranzutreiben, werden kontinuierlich individuelle Zukunftskonzepte für Kommunen und Unternehmen erforscht und  entwickelt. Ein wichtiges Projekt ist die Weiterentwicklung der Wasserstofferzeugung.

Mit dem neuen Projekt „eFarm“ wird in Nordfriesland eine Wasserstoff-Infrastruktur von der Erzeugung über die Verarbeitung bis zur Nutzung aufgebaut. Im Rahmen dieses Projektes werden  fünf Wasserstoffproduktionsstandorte in Nordfriesland errichtet, zwei Wasserstoff-Tankstellen in Husum und Niebüll, zwei Brennstoffzellenbusse und fünf Brennstoffzellen-PKWs angeschafft. Bei der Elektrolyse wird das Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten So bleibt ein Großteil der Energie als chemisches Gas erhalten. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesverkehrsministerium. Barbara Schüssler zeigt den im Container untergebrachten Elektrolyseur

 

 

 

Barbara Schüssler von GP Joule (rechts im Bild) zeigt den im Container untergebrachten Elektrolyseur

 

 

Mit „eFarm“ will GP JOULE die Veredlung von Strom in der Region möglich machen und neue Märkte für die Windenergie erschließen. Das Projekt zeigt eine Alternative zum umstrittenen Netzausbau auf und macht die starke Windenergie in Schleswig-Holstein lokal nutzbar. Besteht ein Überangebot an Strom aus erneuerbaren Energien, geht dieser nicht verloren, sondern wird durch Elektrolyse zu 75% in Form von Wasserstoff gespeichert. Die verbleibenden 25% werden als Fernwärme ins Heimnetz eingespeist.  Steigt der Strombedarf, bzw. können wieder freie Netzkapazitäten genutzt werden, kann der Wasserstoff gemeinsam mit dem Biogas im BHKW verbrannt werden. Der daraus erzeugte Strom wird ins Netz eingespeist.

Zurück